Kann Vitamin D das Demenz-Risiko senken?

Laut einer US-amerikanischen Studie könnte Vitamin D eine bedeutende Wirkung auf die Gesundheit haben, denn es wurde eine Verbindung zu Demenz festgestellt. Bei älteren Menschen war mit geringeren Vitamin D Mengen im Blut das Risiko höher, an Demenz und Alzheimer zu erkranken, während ein deutlicher Vitamin-D-Mangel das Risiko für Demenz sogar verdoppeln könnte.

Deutliche Ergebnisse

Bausch & Lomb Pure Vision for ...31,99 € Bei der Studie wurde bei den Teilnehmern der Vitamin-D-Spiegel zu Beginn und etwa sechs Jahre später kontrolliert. Anfangs litt niemand unter Demenz, während zum Schluss (Alter durchschnittlich 74 Jahre) 171 an Demenz und 102 an Formen von Alzheimer erkrankt waren. Niedrige Vitamin-D-Werte könnten das Risiko für Demenz demzufolge verdoppeln. Klinische Studien sollen herauszufinden, ob die Ernährung eine Rolle spielt, ob beispielsweise durch fettreichen Fisch oder Vitamin-D-Präparate Demenz und Alzheimer verzögert oder gar verhindert werden kann. Doch es wird gewarnt, dass die Ergebnisse nicht zeigen, dass der niedrige Vitamin-D-Spiegel die Erkrankung Demenz hervorgerufen hat, sondern nur, dass die an Demenz leidenden Teilnehmer im Blut weniger Vitamin D hatten. Ein Zusammenhang sei unklar.

Vorsicht vor Trugschlüssen

Die Studie sei zwar eine überzeugende Arbeit, jedoch beschreibt sie nur, dass Patienten mit geringeren Vitamin-D-Werten leichter an Demenz erkranken, aber es beweist nicht, dass durch Vitamin D die Demenz verhindert werden kann. Es gäbe viele Gründe für die Erkrankung, beispielsweise eine eingeschränkte Mobilität, die dazu führt, dass die Vitamin-D-Bildung reduziert wird, da der Patient in der Freizeit weniger in die Sonne geht. Dennoch wird durch die Studie belegt, dass ein Vitamin-D-Mangel früh erkannt und auch behandelt werden sollte. Entsprechende Nahrungsergänzungsmittel oder Medikamente könnten dem Knochenabbau und der Osteoporose, was bevorzugt im Alter auftritt, entgegenwirken.

Vitamin-D-Präparate häufig sinnlos

Nicht alle Menschen profitieren von zusätzlichen Vitamin-D-Präparaten, denn es wird ebenso auf das Risiko einer Überversorgung mit dem Vitamin D hingewiesen, wodurch sich zum Beispiel Nierensteine bilden können. Ratsam ist es lediglich bei Personen, die es aufgrund eines nachgewiesenen Mangels benötigen. Dies ist insbesondere bei älteren Menschen mit einem hohen Osteoporose-Risiko der Fall. Auch bei Säuglingen sei es sinnvoll, den Neugeborenen im ersten Lebensjahr Vitamin-D-Präparate zu geben. Damit der Körper ausreichend Vitamin D produzieren kann, benötigt der Körper Sonne. Nahrungsmittel helfen zwar auch, doch ohne Sonne kann auch durch eine ausgewogene Ernährung kein empfohlener Referenzwert erreicht werden.

Veröffentlicht in Gesundheit & Wellness am 13.08.2014
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