Herzinfarkte treten vermehrt an Heiligabend auf

Die Zeit vor Weihnachten und die Feiertage rund um das Fest sind leider selten so friedlich, wie man sie einander zum Ende des Jahres wünscht. Vielmehr bestimmten Stress und Hektik gerade jene Phase, wenn bei der Arbeit noch letzte Aufgaben erledigt werden müssen und gleichzeitig die Weihnachtsfeier im Kreis der Familie vorbereitet werden muss. Entsprechend gehäuft kommt es in dieser Zeit bei vielen Menschen zu Herzproblemen.


Der Anstieg des Herzinfarktrisikos ist messbar

Wie die Krankenkasse DAK herausgefunden hat, schlägt sich ein Anstieg der Infarkte nachweisbar statistisch nieder. Ausgewertet wurden von der Krankenkasse hierfür die Daten ihrer Versicherten in den Jahren zwischen 2009 und 2012. Während in diesem Zeitraum durchschnittlich etwa 30 Herzinfarkte pro Tag gemeldet wurden, stieg diese Zahl an den Feiertagen zu Weihnachten regelmäßig auf gut 40 Fälle an. Da die DAK, ihren eigenen Angaben gemäß, etwa zehn Prozent der Versicherten in Deutschland umfasst und die Untersuchung sich über mehrere Jahre erstreckte, besteht tatsächlich ein Zusammenhang zwischen Weihnachten und dem erhöhten Risiko eines Herzinfarkts. Dabei sind vor allem Männer von diesem Problem betroffen. Bei über sechzig Prozent der in der Studie erfassten Herzinfarkte mussten Männer klinisch behandelt werden.

Zu großer Stress ist der Hauptgrund

Alpecin Medicinal Fresh Vital ...5,17 € Zurückzuführen ist diese Risikoerhöhung vor allem auf das größere Maß an Stress rund um Weihnachten. Der Einfluss von Stress auf das Herz-Kreislauf-System wird von vielen Menschen unterschätzt. Bei Bluthochdruck oder Herzrhythmusstörungen wird darauf vertraut, dass diese von allein wieder verschwinden. Tritt dann erhöhter Stress in Form von Arbeitsanhäufung, Geschenkbesorgungen und dem Hetzen von einem privaten Termin zum andern auf, hat dies oft gravierende Folgen für die Gesundheit bis hin zu einem Infarkt. Vor allem aber ist es auch der innere Druck, der eigenen Familie ein schönes Weihnachtsfest zu ermöglichen, der vielen Betroffenen unmittelbar auf das Herz schlägt. Insofern verwundert es nicht, dass Herzinfarkte die häufigste Todesursache in Deutschland darstellen.

Das Fest ruhiger angehen

Die Herzgesundheit ist vor allem eine langfristige Frage. Der Verzicht auf zu viel Fleisch und Alkohol hilft dabei genauso wie ein regelmäßiges Maß an körperlicher Betätigung. Hinzu kommen eine abwechslungsreiche Ernährung sowie die Meidung von Zigaretten. An den Feiertagen selber hilft vor allem, es ein wenig ruhiger angehen zu lassen. Wer Weihnachten und Wellness miteinander verknüpft und lieber einen Termin weniger macht, hat oft mehr von den Feiertagen und übersteht sie deutlich gesünder.

Veröffentlicht in Gesundheit & Wellness am 19.12.2013
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