Retro-Kameras voll im Trend

Retro ist wieder in, und das nicht nur in der Mode. Gerade im Bereich der Fotografie bietet der Retro Trend neue und traditionelle Möglichkeiten. Entstanden ist dieser neue Trend durch die Angst der großen Kamerahersteller Kunden zu verlieren, weil sie mit dem Markt nicht mithalten können. Insbesondere das Erscheinungsbild der Kameras ist so gestaltet, dass man meinen könnte sie sei rund 30 Jahre alt. Trotzdem steht die Qualität im Vordergrund. Eine Fusion aus derselben mit einer exzellenten Bildauflösung und einem simplen Bildkonzept bringt Bilder aus ansprechender Vorzeit hervor. Gerade die größten Kamerahersteller waren zunächst sehr skeptisch dem Retro Trend gegenüber. Noch vor zwei Jahren war es für sie unvorstellbar diesem Trend zu folgen. Sie setzten viel eher auf weitere Zusatzfunktionen, damit ihre Kameras noch größer und schneller arbeiten konnten.

Als Vorlage dienen dabei Kameras aus den achtziger Jahren. Ihre Form ähnelt dem von aufgebauschtem Polycarbonat. Ganz vorne stehen aber immer noch Kameras, diese scheinen als wurden sie direkt aus den achtziger Jahren geliefert. Der Vorteil, den Kunden darin sehen, ist die einfache Bedienbarkeit durch simple Drehknöpfe und vorher fixierten Funktionen. Die heutzutage verwirrenden Modelle mit vielen Knöpfen und einem Bildschirmmenü bringt viele Nutzer aus dem Konzept. Die japanischen Hersteller entscheiden sich trotzdem dafür immer kleinere Spiegelreflexkameras herzustellen oder spiegellose Modelle auf den Markt zu bringen, welche jedoch nicht sonderlich erfolgreich sind.

Die Highlights, die dabei zu finden sind, sind beispielsweise ein elektronischer Sucher. Dennoch kann die Bildqualität der Geräte aufgrund eines sehr kleinen Sensors nicht eingehalten werden. Besonders gefragt ist derzeit auch die Digitalkamera mit einem festen Objektiv. Dabei handelt es sich um Kameras ohne Spiegel, die sehr klein sind. Damit haben sich die einstigen Marktführer selbst ausrangiert. Auf der Welle des Trends schwimmen nun andere. Reaktionen erfolgen über neue Einstellrädchen aus Metall, die Funktionen wie Programm, Belichtungskorrektur, Verschlusszeit und Lichtempfindlichkeit festlegen. Große Bilder und das Drehen von Videos sind heute mit den neuen Modellen auch kein Problem mehr. Auch wenn dies vom Kunden nicht gewünscht ist, zählt die Videofunktion heute zum Standard aller Spiegelreflexkameras. Dennoch wird sich zeigen, ob ein Preis von 2999 EUR für eine Retro Kamera mit einem Objektiv auch von den Kunden gezahlt wird. Die Hoffnung der Hersteller setzt dabei auf das Ästhetikempfinden der Kunden.

Veröffentlicht in Foto am 12.11.2013
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