Grafikkarten für Gamer von ATi, GeForce & Sapphire im Vergleich

Der Dschungel ist groß, gleichermaßen fast undurchdringlich, ja – eigentlich so gut wie unüberschaubar – jedenfalls für den Laien. Die Rede ist von Grafikkarten. ATi, GeForce und Sapphire liefern sich ein Wettrennen sondergleichen, und sparen dabei nicht bei der Materialschlacht um die Pole Position als innovativstes, bestes und zukunftsweisendes Produkt auf internationalen Märkten.

Doch was steckt überhaupt dahinter, und vor Allem, was steckt drin?

Nun – zuerst muss man vielleicht erwähnen, dass ATi gar nicht mehr ATi ist, sondern AMD. Also genau der Chiphersteller, der bisher im CPU-Segment bereits erfolgreich mit Pentium konkurrierte. Das alleine kann für den ein oder anderen bereits Verwirrung generieren – man sucht im Internet nach einer ATi Grafikkarte, doch findet irgendwie keine – selbst dann nicht, wenn man beim, entsprechend nun als AMD ausgezeichneten, Produkt eigentlich bereits davor sitzt, und nur zugreifen müsste.

Doch damit nicht genug. Denn was heute AMD ist, ist trotzdem noch ATi – und zwar wenn es um den Chipsatz per se geht. Dieser wird nämlich bei der chinesischen Konkurrenz in Honk Kong, der Sapphire Technology Inc., für die eigenen Grafikkarten (kurz „Saphhire“ genannt) verwendet. Zumindest was den Chipsatz angeht also, nehmen sich die Grafikkarten von AMD und Sapphire nicht so wirklich viel.

Bleibt noch GeForce, das Konkurrenzprodukt von nVidia, welches sich gerne dominierend am Markt präsentiert, gleichermaßen aber auch nicht selten deutlich teurer in der Anschaffung. Die effektiven und selektiven Unterschiede können nur ausgiebige Hardware-Tests liefern, und selbst diese sind im Benchmark nur grob allgemein-gültig. Ein direkter Vergleich muss schon gezielt erfolgen, und zwar im Härtetest einschlägiger Games.

Nehmen wir bspw. die Sapphire RADEON HD 4890, welche sich – mit dem neuen AMD High-End Chip – recht gekonnt und auch legitim präsentiert. Sie ist, im direkten Vergleich zu ähnlich getackteten AMD-Karten, besonders aber im Vergleich zu den GTX 285 von nVidia, erheblich günstiger, schlanker obendrein, und lässt sowohl in DX9 als auch im DX10 Tests kaum etwas vermissen. Darüber hinaus lässt sich die Radeon durch firmeneigenes Utility angeblich bis auf über 1 GHz overclocken (von 850 Werksfrequenz).

Wozu also teuer kaufen?
Gute Frage. Vielleicht um sich einen Hörschaden zu ersparen, denn gerade die deutlich günstigeren Sapphires sind häufig erheblich lauter als die Konkurrenz, besonders bei hoher Beanspruchung. Das wird bereits bei HD Auflösung deutlich, steigt aber ins Unerträgliche wenn es an 3D-Titel oder Games mit extrem hoher Bitrate geht (bspw. Crysis). Im normalen Modus bis hin zur Wiedergabe von Blue-Ray jedoch überzeugt die Sapphire.

Und was hat nVidia da noch zu suchen?
Die GeForce toppt ganz eindeutig in anderen Bereichen, bspw. in der PhysX Engine. Während der 3D-Support vermutlich eh wieder schwinden wird dürfte der Physik-Technologie noch ein langer und respektabler Weg bevorstehen. Und hier kristallisiert sich auch schon der deutliche Unterschied: AMD und nVidia konstruieren und entwickeln, während andere eben nur bauen.
Das rechtfertigt nicht immer, dass eine GeForce bis zu 3-mal mehr kostet als die Konkurrenz, darf aber auch nicht grundsätzlich abgetan werden. Wer extreme Leistung benötigt, der wird mit GeForce und Co. auf Dauer sicherlich besser fahren.

Veröffentlicht in PC-Zubehör am 14.01.2011
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