Authentische Begegnung mit Einheimischen bei Reisen im Vordergrund

Es war schon immer der Zweck des Reisens, ferne Orte, fremde Kulturen und fremde Menschen kennen zu lernen. Der Reiz des Exotischen, neuer Erfahrungen und Erlebnisse trieb die Menschen in de Ferne. Dazu gesellte sich nicht selten eine gewisse Portion Abenteuerlust. Mit dem Aufkommen des Massentourismus´ gerieten diese Beweggründe mehr und mehr in den Hintergrund. Die Devise lautet hier „einfach weg“ und das so bequem, luxuriös und so durchgeplant wie möglich. Mit dem Pauschaltourismus geht auch vielfach eine Abschottung mit den eigenen Landsleuten in Touristenkasernen einher. Seit einiger Zeit gibt es verstärkt Trends, die sich wieder auf die Ursprünge der Reise, im so genannten Individualtourismus, konzentrieren und das Erlebnis der fremden Kultur und die Begegnung mit den Einheimischen in den Vordergrund stellen.

Den Urlaub in die Hand nehmen

Wer Land und Leute kennen lernen will, sollte den Urlaub in die eigene Hand nehmen. Niemand ist verpflichtet Pauschalreisen zu buchen, bei denen der eigene Urlaub fremdbestimmt und verplant ist. Wer nicht besonders abenteuerlustig ist und Wert auf Komfort legt, kann in einer schönen und interessanten Gegend ein Hotel buchen und die Umgebung sowie die Einheimischen auf eigene Faust erkunden. Wer in Restaurants und Geschäfte abseits ausgetretener Touristenpfade geht, wird ganz automatisch und sehr authentisch auf Land und Leute stoßen.

Tipps von Gleichgesinnten und Einheimischen

Im Internet gibt es eine Vielzahl von Foren und Plattformen, bei denen Tipps für jedes Land und jeden Winkel der Erde und Erfahrungsberichte ausgetauscht werden. In solchen Foren kann man natürlich auch konkret nachfragen. Wichtig sind solche Foren auch in dem Zusammenhang, dass Gefahren thematisiert und Schutzmaßnahmen empfohlen werden. Denn nicht jeder Winkel der Welt ist nach westlichen Maßstäben sicher. Zudem gibt es auch interessante Seiten, auf denen Einheimische Geheimtipps und Vorschläge für die jeweilige Stadt oder Region zur Verfügung stellen. So erhält man authentisches Insiderwissen und kommt vielleicht auch schon vor Reiseantritt in Kontakt zu Einheimischen.

Vorhandene und bewährte Konzepte nutzen

Gerade Abenteurer, Schüler und Studenten haben im Laufe der Zeit, zumeist aus der finanziellen Not heraus, Reisekonzepte geprägt und entwickelt, bei denen man automatisch in Kontakt zu Land und Leuten kommt. Die älteste dieser Variante ist wahrscheinlich das Zelten oder Campen. Daneben können auch das Trampen, Backpacking, Bed and Breakfast, also sich einfach auf den Weg machen und irgendwo unterkommen, zu diesen Konzepten gezählt werden. Eine neuere Entwicklung, die durch das Internet begünstigt wurde, ist das Couchsurfing. Hierbei stellen Menschen aus der ganzen Welt in einem Onlinenetzwerk ihren Wohnraum als Gastgeber zur Verfügung. Sicherer kann man gar nicht in Kontakt zu Einheimischen kommen. Auch das uralte Konzept der Brieffreundschaft wurde durch das Internet und soziale Medien in die Gegenwart transformiert. Es stellt kein Problem mehr dar mit Menschen in aller Welt in Kontakt zu kommen. Auch daraus kann sich die eine oder andere Einladung ergeben. Zu guter Letzt haben auch die großen Reiseanbieter ihr Angebot in Richtung Individualtourismus erweitert, wovon man als Kunde profitiert.

Veröffentlicht in Urlaub & Reisen am 04.02.2015
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