Die Sony Alpha 7S im Test: Was kann sie wirklich?

Mit der Alpha 7S bringt Sony die dritte Systemkamera aus der Reihe auf den Markt. Der Body ist für einen Preis in Höhe von 2.350 Euro zu haben. Mit einigen neuen Features bricht diese Digitalkamera auf in neue Fotowelten. Doch was kann sie wirklich leisten?

Die Lichtempfindlichkeit im Test

Canon EOS 700D mit Objektiv499,00 €Das verspricht höchste Freude beim Fotografieren: Die ISO-Empfindlichkeit umfasst eine Spanne von 50 bis zu 409.600. Das schafft bisher nur ein Konkurrenzmodel. Damit kann der Nutzer auch bei tiefster Dunkelheit exzellente Nachtaufnahmen machen, welche sich durch besondere Rauscharmut auszeichnen. Das verspricht zumindest der Hersteller. In der Realität ist bei einem Foto mit einem ISO-Wert von 12.800 und einer Vergrößerung von 100 Prozent jedoch ein deutliches Rauschen beobachtbar.

Weniger Bildpunkte, mehr Geld?

Die neue Systemkamera hat im Gegensatz zu ihren Schwestermodellen nur 12 Megapixel. Jedoch verzeichnet die 7S einen größeren Dynamikbereich als ihre Vorgängerinnen. Mit acht Blendenstufen bei einem JPEG-Format hat die 7S einen höheren Belichtungsumfang zwischen der hellsten und dunkelsten Stelle im Foto. Das erleichtert auch die nachträgliche Bearbeitung.

Der Autofokus unter der Lupe

Die 7S wurde mit dem sogenannten „Kontrast-Autofokus“ ausgestattet, der mit 25 Messpunkten die Schärfe überprüft und einstellt. Das neue Modell fokussiert aber weitaus besser als die Vorgängermodelle. Selbst bei sehr schwachem Licht funktioniert der Autofokus noch vergleichsweise gut. Das dürfte vor allem die Fotografen freuen, die in der Nacht Tiere fotografieren möchten. Auch die Einschaltverzögerung ist mit zwei Sekunden deutlich geringer und die Kamera kann schneller eingesetzt werden.

Was kann der Videomodus?

Hier gibt es nicht allzu viele Neuerungen im Vergleich zu den Schwestermodellen. Im Videomodus lassen sich aber HD-Videos mit beeindruckenden 50 Bildern pro Sekunde erstellen. Mit dem 720p-Material sind es sogar bis zu 100 Bilder pro Sekunde. Eine Aufnahme im Ultra-HD ist allerdings nur dann möglich, wenn auch das entsprechende Speichermedium genutzt wird. Dieses ist jedoch auch notwendig, um Funktionen, wie S-Log2 Gamma, 4:2:2-Farbabtastung, User-Bit- oder Time-Code-Funktion nutzen möchte.

Fazit

Zwar ist die Sony Alpha 7S ohne Objektiv eine sehr teure Digitalkamera, jedoch hat sie sich hinsichtlich ihrer Leistungen bewährt. Stimmen die Lichtverhältnisse, dann wirkt sich die geringe Megapixelanzahl nicht negativ auf die Bildqualität aus. Als extrem lichtstarke Kamera richtet sich die Alpha 7S jedoch an einen ganz bestimmten Kundenkreis, der sich auf Nachtfotografien spezialisiert.

Veröffentlicht in Digitalkamera am 21.10.2014
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