40 Prozent aller PCs sind infiziert: Was kann man tun?

Laut Anti-Botnet-Beratungszentrum des Internetverbandes Eco nimmt die Anzahl der mit Schädlingen infizierten Computer deutlich zu. Mehr als jeder dritte PC in Deutschland ist infiziert. Häufigste Ursache sind nach Angaben des Antivirusherstellers Panda Security Trojaner, die sich den Weg über präparierte Web-Seiten und Script-Code Sicherheitslücken den Zugang zum Computer erschleichen. Für Betroffene gibt es einige Möglichkeiten, den Schädling aufzuspüren und zu beseitigen.

Häufige Gründe für die Manipulierung des Computers

HP (Hewlett Packard) Nr.45 (51 ...34,97 € Meist nutzen Cyberkriminelle Sicherheitslücken von oft genutzten Browser Erweiterungen wie Java oder Adobe Reader aus. Gelangt ein Trojanisches Pferd, Virus oder Wurm auf den PC, öffnen sich oft weitere Tore für die Infektion mit Schädlingen. Passwörter werden ausspioniert, Daten werden manipuliert oder Kriminelle steuern den Computer von der Ferne. Häufige Ursache sind nicht aktualisierte Programme, Browser sowie der Download von Freeware.

Nervige Adware entfernen

Ersichtlich ist dies beispielsweise, wenn dem Browser plötzlich eine neue Toolbar oder Startseite hinzugefügt wird. Ein weiteres Indiz ist mit dem nervigen Erscheinen von Werbebannern gegeben. Auch Antiviren-Programme sind in diesem Fall nutzlos, da diese die Adware nicht entfernen. Derartige Eindringlinge können manchmal einfach über die Windows Systemsteuerung und den Menüpunkt „Programme deinstallieren“ entfernt werden. Andere nisten sich in den Erweiterungen des Browsers ein.

Auch hier kann das Entfernen bei Firefox und Internet Explorer unter Add-ons oder Google Chrome „Erweiterungen“ vorgenommen werden. Optional bietet sich auch das kostenlose Tool Anti Toolbar an. Tritt keine Veränderung in Kraft, kann mit dem Registrierungseditor (Windows-Taste und R) und der Eingabe „regedit“ der Name der Adware ermittelt und gelöscht werden. Vorsicht beim Löschen wichtiger Dateien, da dies die Funktionalität des Betriebssystems beeinträchtigen kann.

Aktive und inaktive Trojaner und Viren auffinden

In vielen Fällen sind sich Nutzer gar nicht bewusst, dass sich ein Trojaner oder Virus am PC befindet und ein Teil von kriminellen Aktivitäten im Internet sind. Sicherheit erhalten Anwender mit sogenannten Online-Scannern. Ein Online-Virenscanner prüft das System und deckt Schädlinge auf. In einigen Fällen bleiben Viren inaktiv bis sich der Nutzer in sein Bankkonto oder anderweitige Webseiten einloggt. Eine Möglichkeit auch diese Eindringlinge aufzufinden bietet der Panda-ActiveScan.

Grundsätzlich ist der Kauf einer kompletten Sicherheitslösung bestehend aus einer Firewall und einem Antivirus-Programm zu empfehlen. Gängige Lösungen für den privaten PC stellen Anbieter wie Kaspersky, AVG, Panda oder Bitdefender dar. Für Unternehmen gibt es professionellere und speziellere Optionen. Noch sicherer werden Computer mit Schutzprogrammen, die mit einer sogenannten Whitelist arbeiten. Eine Whitelist enthält nur vertrauenswürdige Programme. Nicht vertrauenswürdige Aktivitäten werden geblockt. Bei vielen Tools können individuelle Einstellungen beziehungsweise unbekannte Anwendungen, die gestartet werden möchten, festgelegt werden.

Wiederherstellung oder Neuinstallation des Betriebssystems

Eine andere Möglichkeit für den mit Viren und Trojanern verseuchten Computer besteht mithilfe der Wiederherstellungsfunktion, welche bei Windows 7 und 8 im Startmenü „Wiederherstellung“ zu finden ist. Mit dieser Funktion lässt sich das System auf einen früheren Zeitpunkt zurückzusetzen. Können die Eindringlinge nicht aufgespürt und entfernt werden, empfiehlt sich die Neuinstallation des Betriebssystems. Hierfür muss die original Windows DVD in das DVD-Laufwerk gelegt und der Computer im Bootmodus vom Laufwerk gestartet werden.

Veröffentlicht in Computer am 06.03.2015
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